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Nestlé-Konkurrent Unilever übertrifft Erwartungen

Nestlé-Konkurrent Unilever übertrifft Erwartungen

23.10.2025, 11:1523.10.2025, 11:15

Unilever hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, obwohl der Umsatz leicht sank. Der britische Konsumgüterkonzern, bekannt für Marken wie Dove, Axe, Knorr, Ben & Jerry's und Magnum, erzielte 14,7 Milliarden Euro – ein Minus von 3,5 Prozent.

Unilever Headquarters In Rotterdam The Unilever corporate logo and name display on the facade of the company headquarters building in Rotterdam, Netherlands, on September 7, 2025. Rotterdam Netherland ...
Das Logo von Unilever.Bild: www.imago-images.de

Der bereinigte Umsatz, der Sondereffekte und Wechselkurse ausklammert, stieg jedoch um 3,9 Prozent und übertraf die Markterwartungen. «Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr, dank stärkerer Schwellenländer und robuster Kernmarken», erklärte Analyst Aarin Chiekrie von Hargreaves Lansdown.

Die Aktie zeigte sich zunächst uneinheitlich. Sie lag am Morgen in London 0,4 Prozent im Minus.

Unter Druck von Investoren, darunter der US-Milliardär Nelson Peltz mit seinem Fonds Trian, hatte Unilever 2024 eine Neuausrichtung angekündigt: Der Konzern will sich auf 30 Kernmarken konzentrieren und die Speiseeis-Sparte abspalten.

Das neue Unternehmen soll «The Magnum Ice Cream Company» heissen und Marken wie Magnum, Ben & Jerry's und Cornetto bündeln. Zugleich plant Unilever ein Sparprogramm mit 7500 Stellenstreichungen – knapp 6 Prozent der Belegschaft. «Abgesehen vom Eisgeschäft haben sich unsere Ergebnisse verbessert, mit einer beschleunigten Absatzsteigerung», sagte Konzernchef Fernando Fernandez.

epa11229887 Pints of Ben Jerry's ice cream for sale in Washington, DC, USA, 19 March 2024. British consumer goods company Unilever announced it plans to spin off Ben & Jerry's, along wit ...
Auch die Glacés von Ben & Jerry's gehören zu Unilever.Bild: EPA

Die Abspaltung verzögert sich jedoch wegen des US-Haushaltsstillstands, der die Arbeit der Börsenaufsicht blockiert. Unilever will die Trennung nun bis Jahresende abschliessen. Die neue Eisfirma soll in Amsterdam notiert sein, mit Zweitlistings in London und New York. Fernandez erwartet, dass die Abspaltung «ein einfacheres Unilever» mit «dauerhaft höheren Margen» schaffen wird. Der Konzern will zunächst rund 20 Prozent behalten. (dab/sda/awp/afp)

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